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Durchgeführte Projekte
"Wir bauen Brücken" 2010
Dies geht uns alle an, die etwas in der Welt bewirken wollen-
Es muss nicht viel sein, denn selbst einen klitzekleinen Samen
zu pflanzen, bedeutet einen Baum entstehen zu lassen, dessen
Früchte tausend weitere Bäume zum Blühen erwecken.
Sophie
Oktober 2009: nach unserer Reise im August entstand bei der Gruppe der Wunsch
das Begonnene weiter zu führen und die ersten Pläne für 2010 wurden geschmiedet.
Die Zeit bis zur nächsten Reise ist immer etwas kurz und es gibt sehr viel
vorzubereiten. Also machten wir uns gleich an die Arbeit. Die neuen Projekte
hatten wir schon bei unserem Aufenthalt im August mit den zuständigen
Organisationen in Brasilien besprochen. Nun ging es wieder daran, die nötigen
Grundlagen zu schaffen. Es wurde eine Projektmappe mit den neuen Projekten entworfen,
Flyer gedruckt um Spender für uns zu gewinnen. Im Mai erschien ein Artikel in der
Presse über unsere Projekte in Brasilien und das Echo war sehr gut.
Reiseplanung Brasilien 2010
Teilnehmer: Sophie, Dorothee, Paul, Hanna, Dag, Antonia, Manuel, Simon, Jakob, Klaus.
Abflug: 16.7. Frankfurt 22:05
Ankunft: 17.7. Sao Paulo 05:10
Fahrt ans Meer ins Ferienhaus unseres Freundes Corrado Vorbereitung des Ferienlagers.
22.7. Fahrt mit brasilianischen Helfern nach Campus de Jordao ins Ferienlager.
Vorbereitung des Lagers für 96. Kinder.
24.7. Beginn des Lagers
1.8. Ende des Lagers, und Fahrt nach Sao Paulo in die Favela Horizonte Azul.
2.8. Beginn Projekt: Spielplatzbau
8.8. Ende Projekt und Fahrt nach Itacarre/Bahia Fahrzeit. 34. Stunden
10.8. Ankunft Pe de Serra unser Haus am Strand.
11.8. Beginn Projekt: Bau einer Brücke und einer Bushaltestelle in der Schule unserer Freundin Silvia Reichmann.
17.8. Ende Projekt und Fahrt nach Salvador/Bahia Fahrzeit. 8. Stunden.
18.8. Flug nach Santarem/Amazonas Flugdauer 9.Stunden
19.8 Wir gehen aufs Schiff endlich Urlaub Amazonas
24.8. Ende Schiffsreise und Rückreise über Sao Paulo nach Frankfurt.
25.8. Ankunft in Frankfurt alle gesund und munter nur etwas traurig!!!
Unser Reiseplan war sehr voll, aber es war für alle eine unvergessene
Reise, die man so kein zweites Mal erlebt.
Dank an all die lieben Menschen, die unsere Projekte mittragen. Eltern
Familie, Freunde, Sponsoren und besonders an meine tolle Gruppe.
Klaus Schneider, Januar 2011
Unsere Zeit in Sao Sebastiao - erste Station
Nach unserem Abflug in Frankfurt landeten wir 13 Stunden später
in Sao Paulo und wurden von unserem Freund Corrado begrüßt.
Er hatte schon einen Kleinbus organisiert und unsere Reise ging gleich
weiter an die Küste wo wir vier Tage verbrachten. Es wurde ausgiebig
geschlafen um die 5 Stunden Zeitverschiebung wieder auf zu hohlen.
Drei Freunde aus Sao Paulo Helfer des Ferienlagers 2009 und Simon
der einen Tag vor uns geflogen war tauchten auch plötzlich auf, und
so mit waren wir komplett.
Fotogalerie Sao Sebastio
Ferienlager Campus de Jordao - zweite Station
Zurück in Sao Paulo treffen wir alle Helfer die das Ferienlager
mit Betreuen. Der Bus wird beladen mit allen was wir für die nächste
Woche für 130 Personen brauchen. Säcke mit Bohnen, Reis, Zucker, Mehl,
Müsli. Kisten voller Obst und Gemüse bis hin zu Toilettenpapier, alles
musste in den Bus. Nach gut zwei Stunden ging es dann endlich los.
Nach 3 Stunden waren wir am Ziel Colonia! Dieses Jahr hatten wir
Glück, der Bus konnte bis zum Lager fahren, die letzten 12 km sind
Erdstraßen und nicht so gut befestigt und bei Regen nicht passierbar.
Bis zum Abend hatten wir noch ein volles Programm. Die Häuser für die
Kinder vorbereiten, Betten aufstellen, Küche einrichten, 120 Decken
auslüften die wir letztes Jahr eingelagert hatten und vieles mehr.
Nächster Tag; Ankunft der Kinder und sofort kahm Leben in das Lager.
Nach der Begrüßung wurden die Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe
bezog ihr Haus mit seinen Helfern aus Deutschland und Brasilien.
Tagesablauf; 7.00 alle Helfer treffen sich zum musikalischen Wecken
der Kinder, wir ziehen von Haus zu Haus. 7.30 Uhr großer Morgenkreis
des ganzen Lagers. In einer langen Kette geht’s in den Speisesaal zum Frühstück.
Danach werden die Häuser aufgeräumt, Duschen und Toiletten gesäubert.
Der gute Geist des Lagers, Garibaldi machte sich auf den Weg,
um alles zu kontrollieren. Ein kleiner Zwerg, der in keinem Lager fehlt.
9.00 Morgenkreis; das Lager trifft sich zum Singen und musizieren.
10.00 Gruppenzeit; die Gruppen gestalten die Zeit bis zum Mittag selbst.
12.00 Mittagessen
13.00 Mittagspause; die Kinder sind in ihren Häusern oder auf der großen Wiese.
14.30 Kaffeepause;
15.00 Einteilung der Bastelgruppen; Jeder Helfer hat sich etwas überlegt, was er mit den Kindern bastelt.
17.00 Volkstanz auf der großen Wiese; es wird schon dunkel Winter in Brasilien.
18.30 Abendessen
19.30 Abschluss für die Kinder mit singen und Geschichte in der kleinen Kirche auf dem Gelände.
20.30 die Gruppen gehen in ihre Häuser
21.00 Nachtruhe
21.30 Helferbesprechung im Speisesaal
23.30 endlich ins Bett
Mittwoch; das ganze Lager macht einen Ausflug durch die Serra de Maticerra.
Letzter Tag; Große Feuerschau am Abend.
Fotogalerie Campus de Jordao
Favella Horizonte Azul Sao Paulo - dritte Station
Nach Ende des Lagers fuhren wir mit den Kindern aus Horizonte Azul zurück
nach Sao Paulo um in der Favella einen Spielplatz zu bauen, um das Leben
der Kinder in ihrer (normalen Umgebung) kennen zu lernen. Dies hat uns alle
sehr bewegt, zu erleben wie die Kinder aufwachsen und unter welchen Umständen
sie dort leben. Wir hatten sehr viel Kontakt mit den Eltern der Kinder.Täglich
war irgendjemand unserer Gruppe eingeladen einen Besuch zu machen und mit Ihnen
das Essen zu teilen. Es war für uns eine große Erfahrung, die Warmherzigkeit
dieser Menschen kennen zu lernen und der Abschied fiel uns allen sehr schwer.
Fotogalerie Favella Horizonte Azul Sao Paulo
Fahrt nach Itacare/Bahia Projekt Brückenbau Dende da Serra - vierte Station
Mit schweren Hertzen haben wir unsere Freunde in Horizonte Azul verlassen und
machten uns auf die Reise nach Bahia einem Bundesstaat im Norden Brasiliens.
Nach rund 2000km und 36 Stunden mit dem Bus waren wir endlich in Bahia. Pe de Serra,
ein kleiner Fleck zwischen Strand und Regenwald war nun für die nächsten 10 Tage
unsere Station. Dende da Serra, eine Waldorfschule unserer Freundin Silvia Reichmann
liegt 12km entfernt. 7.00 morgens mit dem Schulbus zur Schule. Nach unserer Begrüßung
ging es gleich los. Es musste Material besorgt werden und vor allem Werkzeug, was in
Brasilien immer ein Problem ist. Dann ist noch ein neues Projekt dazu gekommen, eine
kleine Bushaltestelle für die Schulkinder. Wir teilten uns in zwei Arbeitsgruppen auf.
Eine Gruppe Bushäuschen die andere Brückenbau. Die neue Brücke war nötig weil die Alte
in der Regenzeit 20cm unter Wasser stand und die Schulkinder nicht ohne Gefahr zur
Schule kamen. Diese Arbeiten nahmen unsere ganze Zeit in Anspruch.
Es gab natürlich auch Zeit, den Strand in Pe de Serra zu genießen,
sich mit Freunden zu treffen und einfach mal nichts zu tun.
Unser Freund Paulo betreibt eine Schule für Paragliding und einige hatten die
Möglichkeit, Pe de Serra mal von oben zu sehen. Eine besondere Attraktion waren
fünf Vorstellungen unseres Puppentheaters für die Kinder der Schule und des Kindergartens.
Fotogalerie Dende da Serra
Santarem/Amazonas - fünfte und letzte Station
Nach Beendigung unserer Projekte in Bahia machten wir uns auf den Weg zu unserer
letzten Station: Amazonas! 6 Stunden Busfahrt nach Salvador/Bahia, danach noch
einmal 9 Stunden Flug mit 5 Stopps. Ankunft 3.00 Morgens erst einmal ins Hotel
wir sind alle sehr kaputt.
7.00 Morgens, Klaus und Sophie machen sich auf den Weg, den Amazonas zu finden
und für uns ein Schiff zu organisieren, Hurra! Es hat geklappt. Alle raus aus
dem Hotel und zur Anlegestelle. 20 Minuten Fußmarsch mit Gepäck bei 35 Grad.
Obst kaufen, alles in großen Mengen, Diesel kaufen, Wasser tanken und alles
auf dem Schiff verstauen. Das alles dauerte bis 17.00. Wir legen ab, endlich
Urlaub. Wir sind alle beeindruckt von der Größe dieses Flusses: 30km breit,
lang gezogene Sandstrände, klares Wasser 30 Grad warm. Unsere Fahrt geht Flussaufwärts
Richtung Manaus. In den nächsten Tagen ist der Fluss unser zu Hause, wir schlafen
in Hängematten an Deck oder am Strand, unternehmen Wanderungen durch den Urwald
und ernähren uns von der Fischen die wir von Fischern am Strand kaufen. Das Leben
der Menschen dort an den Ufern ist sehr einfach, der Fluss ist für Sie die Lebensader.
Nach einer Woche Natur pur sind wir zurück in Santarem und machen uns auf die lange
Heimreise nach Deutschland den Kopf voll mit Endrücken die uns sicher noch lange begleiten.
Fotogalerie Amazonas
Doro, Sohpie, Hanna, Antonia, Simon, Jakob, Paul, Dag, Manu, Klaus, Okt. 2010
"Wir bauen Brücken" 2009
Eine Gruppe Jugendlicher fand sich dieses Jahr zusammen, um eine Projektreise
nach Brasilien anzutreten. Brasilien, ein Land in dem die Armut leider für
Großteile ausmachend ist und in dem die Menschen auf dementsprechend viel
verzichten müssen, was für uns, die wir in einem finanziell verhältnismäßig
ausbalancierten Land leben, als normal gilt. Angesichts der teilweise
unzumutbaren Umstände, unter denen besonders die Kinder zu leiden haben, bildete
sich eine Gruppe aus jungen Menschen, die etwas zur positiven Entwicklung junger
Menschenleben beitragen möchten, indem sie den Blick in andere, bisher
vielleicht ungeahnte Richtungen ermöglichen und somit die Eigeninitiative der
Menschen in schlimmen Notlagen anregen, um aus diesen selbstständig
herauszukommen. Besonders für Kinder ist es wichtig, den eigenen Wert zu
erkennen und mitzubekommen, dass es durchaus Chancen auf eine gute Zukunft gibt.
Diese Gewissheit lässt sich in den Armenvierteln Brasiliens nicht finden, nicht
einmal erahnen, da sich die Kinder von klein auf ohne jegliche Perspektive sehen
müssen, weil anderes als das dort Aktuelle nicht bekannt ist. Einmal
herauszukommen aus den heimatlichen Slums ist für die meisten nicht denkbar,
weshalb die Weltansicht der Menschen dort entsprechend beschränkt ist. Das wirkt
sich vor allem auf die Zukunftsvorstellungen der Kinder aus, die anderes als die
ungerechte Wirklichkeit, in der sie leben, nicht kennen und somit von vielen
ungeahnten Möglichkeiten nichts wissen können.
Die Reise drehte sich einerseits um ein Ferienlager für Kinder aus den
Armenvierteln Sao Paolos, das zehn Tage andauerte, als auch um den Bau einer
natürlichen Trinkwasserleitung für eine Schule in Sierra Grande, Bahia. Ersteres
Projekt machten wir zusammen mit brasilianischen Jugendlichen, mit welchen wir
uns auf einem Gelände mitten in der Natur trafen, und mit deren Hilfe wir an die
hundert Kinder betreuten, die teilweise aus den schlimmsten Verhältnissen kamen.
Die Lebensumstände der Kinder bekamen wir bei einigen Besuchen der heimatlichen
Armenviertel mit, die direkt nach dem Lager stattfanden und die uns sehr
nachdenklich machten. Da es bereits feste Organisationen zur Bildung und
Weiterentwicklung, und somit zum Schaffen neuer, besserer Perspektiven innerhalb
mancher Favelas (Armenviertel) gibt, die auch international unterstützt werden,
wählten die unmittelbar Beteiligten und Verantwortlichen derselben hundert
Kinder aus, für die es ihrer Meinung und auch Erfahrung nach wichtig war, eine
Zeit lang,- und sei es für zehn Tage,- aus der Umgebung herauszukommen. Viele
der Kinder hatten vorher noch nie Natur in live erleben können, da für sie sonst
niemals die Möglichkeit bestanden hatte, die Welt außerhalb ihres Viertels,
geschweige denn außerhalb Sao Paolos zu betreten. Umso dankbarer und glücklicher
waren sie, bisher unbekannte Dinge wie Wasserfälle, saubere Seen und Flüsse,
sowie Wälder kennenzulernen, die sich in der kaum besiedelten Gegend des
Umkreises Sao Paolos fanden.
Es war eine wunderschöne Zeit, die wir mit den Kindern zusammen verlebten.
Vorbereitete Aktivitäten für die Kinder stießen bei diesen auf freudige
Begeisterung. Auch wurde viel gespielt, gesungen und getanzt. Der Abschied war,
und nicht nur vonseiten der Kinder, sehr tränenreich. So manche feste
Freundschaft und Gemeinschaft hatte sich bei der Begegnung zahlreicher Menschen
verschiedenen Alters und unterschiedlicher Länder gebildet.
Ausführlicher Bericht zum Ferienlager
Fotogalerie Ferienlager

Betreuer und Helfer Ferienlager 2009
Der andere, mehr praktische Teil unserer Reise drehte sich, wie oben bereits
erwähnt, um ein Trinkwasserversorgungsprojekt für eine Schule bei Salvador, ca.
2 000 km nördlich von Sao Paolo. Dort leiteten wir das Wasser eines
nahegelegenen Flusses bis hinauf in die Trinkwasserspeicher der Schule ab, wofür
Dammbauten, Rohrverlegungen und die Installation einer Wasserpumpe vonnöten
waren. Diese wird von einem großen Wasserrad angetrieben, welches wiederum vom
Flusswasser seine Kraft erhält. Für uns bedeuteten die zwei Wochen der Arbeit
neben den körperlichen Anstrengungen, die dieses Vorhaben in Anspruch nahm, zwei
Wochen voller gespannter Erwartung, auch vonseiten der Kinder, die auf diese
Schule gehen.


Bis wir die Pumpe aktivieren konnten, vergingen zwei Wochen der Arbeit im Wald,
begleitet von der gespannten Erwartung der brasilianischen Schüler, die die
Entwicklung und das Fortschreiten des Bauens der Leitung jeden Tag beobachten
konnten. Alles Material bezahlten wir von den Spenden, die wir von unseren
Unterstützern zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Nach Abschluss unserer
Arbeit war die Schule mit ausreichend Trinkwasser versorgt.
Die Zeit in Brasilien bedeutete auch für uns selber außerordentliche
Bereicherung, was unsere Erlebnisse, als auch unsere Entwicklungen und
Erfahrungen im Sozialen betrifft. Ohne die finanzielle Grundlage, die wir
unseren Sponsoren zu verdanken haben, wäre unsere Arbeit kaum möglich gewesen,
weshalb wir unseren eindringlichsten Dank noch einmal zum Ausdruck bringen
möchten!
Ausführlicher Bericht über unsere Zeit in Bahia
Fotogalerie Zeit in Bahia
Das Projekt wurde unterstützt von:
Vielen Dank für die Unterstützung ohne Ihre Spenden könnten solche Projekte
nicht Realisiert werden.
Der Dank geht auch an alle die unser Projekt mit
getragen haben Eltern, Freunde und Familien die Christengemeinschaft Erlangen
und besonders meiner tollen Gruppe ohne die diese Projekte nicht gelingen
würden. Muito Obrigado Klaus Schneider.
"Wir bauen Brücken" 2008
Bericht des Brasilienlagers 2008. Dieses Jahr hat sich auch
wieder eine kleine Gruppe auf den Weg nach Brasilien gemacht. Vom 26.07-03.08
fand unser traditionelles Ferienlager in Campus de Jordao statt. Mit all seinen
Aktivitäten wie in den vergangenen Jahren .Über 90 Kinder aus den Favelas Monte
Azul und Padalieros (Pequeno Principe) aus Sao Paulo verlebten neun
wunderschöne Tage bei Spiel, Wandern, Basteln und vollen Mägen. Durch das große
Arrangement unserer brasilianischen Freunde war es wieder ein voller Erfolg.
Danach ging es in den Norden von Brasilien in die Provinz
Bahia. Um Kontakte mit einer Waldorfschule zu knüpfen, die vor einigen Jahren
von einer deutschen Lehrerin gegründet wurde. Dende da Serra liegt an der Küste
zwischen Ilheus und Itacare in einem Naturreservate. Dort wollten wir nur ein
kleines Projekt beginnen, eine Schaukel. Aber es ist dann doch ein
Spielhäuschen von 3+5 Metern geworden. Unter großer Begeisterung der dritten
Klasse, die im Rahmen des Unterrichtes tüchtig mithalfen. Natürlich wurde auch
über neue Projekte im Jahr 2009 gesprochen. Was für uns wieder eine große
Herausforderung wird. Am 20.8 ging es mit einem Kopf voller Ideen und einem
Gipsbein zurück nach
Deutschland.

Capoeira-Gruppe in der Altstadt Salvador

„Ruhe vor dem Sturm“ unser Lagerleiter Corrado bei den
letzten Vorbereitungen. .
Ankunft der Kinder im Ferienlager. Das Lager war
vorbereitet, es wurde gebacken, gekocht
und geputzt, und alle haben einen Schlafplatz bekommen.
Der Essensaal.
94 Kinder kamen mit
zwei Bussen aus Sao Paulo
Donna Josephina, die Chefin am Backofen

Täglich wurden 40 Brote
gebacken.

Der Morgenkreis mit „ Garibaldi“ der gute Zwerg des Lagers.
Bei Groß und Klein bekannt.

Unsere Bastelaktivitäten am Nachmittag . Die
Schmiede.
 
 


 

Unsere Geburtstagskinder.

Das Küchenteam, beim
Morgengesang.
Volkstanz am Abend.

Die abendliche Helferbesprechung
23°°.
Das Abschlussfest mit Feuerspucker.
Löffeltheater der Helfer.
Der Küchensong wird aufgeführt.
Das Ferienlager ist zu Ende, die Kinder werden zu den Bussen
gebracht. Da der Himmel weinte, wollten die Busse keine Erdstraßen fahren und
die Kinder mussten bis zur festen Straße mit einem Lkw fahren. Aber das ist in
Brasilien kein Problem.

Der Abschied ist Kindern und Helfern wie jedes Jahr schwer gefallen.
Die weitere Reise ging knapp 2000 km in den Norden von
Brasilien, nach Itacare in Bahia. Wir folgten einer Einladung einer Frau die
vor einigen Jahren eine Waldorfschule in Dende da Serra gegründet hat um ein
neues Projekt zu beginnen .Wir hatten geplant ein kleines Projekt zu beginnen ,
aber es sollte alles ganz anders werden. Nach unserer Ankunft hatten die Lehrer
ganz andere Pläne mit uns. Die dritte Klasse hatte gerade im Unterricht mit der
Hausbau-Epoche begonnen, und es sollte ein Spielhaus von 3 Meter Breite und 5
Metern länge gebaut werden. Nach der Beschaffung des nötigen Holzes machten wir
uns an die Arbeit. 
Schule „Dende da Serra“
Holzeinkauf in Ilheus.
Nach dem Vermessen des Geländes, wurden die Punktfundamente
ausgeschachtet und mit Beton gefüllt, die das spätere Haus tragen sollen.


 
Durch viele fleißige Helfer und der dritten Klasse der
Schule konnte wir am dritten Tag mit dem Aufstellen der Holzkonstruktion
beginnen.


So langsam nimmt die Sache Form an.

Die Kinder der dritten Klasse beim Eindecken des
Spielhauses.
Leider ist unsere Zeit in Bahia zu Ende und Morgen geht es
zurück nach Europa. Es war eine sehr erlebnisreiche Zeit für alle. Unser Dank gilt
all den lieben Menschen, die solche Projekte mit ihren Spenden möglich machen
„muito Obrigado“ .
"Wir bauen Brücken" 2007
Wir bauen Brücken - Construindo Pontes. 16 Jugendliche planten und verwirklichten
vom 22.7. bis 24.8.2007 eine Reise nach Brasilien, um armen Kindern zu helfen.
Schon vor zwei Jahren, als die Idee entstand eine Reise nach Brasilien zu
unternehmen, begannen wir mit den Vorbereitungen. Wir trafen uns regelmäßig und
besprachen, was uns bei diesem Aufenthalt wichtig sei und wie wir das Ganze
umsetzen könnten. Wir wollten versuchen, nicht als Urlaub machende
Touristengruppe unterwegs zu sein, sondern den Armen und den Kindern
zu helfen. So überlegten wir uns zusammen mit Menschen die Erfahrung mit Brasilien
und dort schon gearbeitet hatten und viele Leute kannten, verschiedene
Projekte und suchten nach möglichen Anlaufstellen. Letztlich ergaben sich
mehrer Einzelprojekte:
- In der ersten Woche gestalteten wir ein Ferienlager in den Bergen bei Campos de Jordao mit Favela-Kindern aus Sao Paulo.
Dabei arbeiteten wir mit brasilianischen Jugendlichen und Erwachsenen zusammen.
- In der zweiten Woche bauten wir auf dem dortigen Gelände einen Spielplatz.
- In der dritten Woche installierten wir in Pequeno Principe, einer
Einrichtung für Favela-Kinder bei Sao Paulo, ein Wasserrad mit Pumpe, um die
Wasserversorgung der Einrichtung zu sichern.
- Danach ging es für zwei Tage nach Sao Paulo, um die Stadt und die dortige
Waldorfschule kennen zu lernen. Danach für vier Tage nach Botucatu auf die
Demetria: eine Dorfgemeinschaft 235 km von Sao Paulo entfernt. 1973/74 haben
sich zwei Initiativen verbunden: die Geschäftsführung einer Bürostuhlfabrik aus
Sao Paulo, die das Land der Estancia Denetria gekauft und zur Verfügung gestellt hat
sowie eine Gruppe junger Menschen, die dort, auf dem ganz armen, steppenartigen, von
Monokultur und durch Kunstdünger ausgelaugtem Land, die erste biologisch-dynamische
Landwirtschaft in Brasilien aufbauten. Auf diesem Land, wo es keine Bäume mehr gab, wo
die Erde ohne jegliche Nährstoff war, dort versuchten sie eine Landwirtschaft mit Gemüse und
Heilpflanzen aufzubauen. Das Projekt wurde sehr bekannt, Professoren kamen, um sich
das Projekt anzuschauen, doch keiner glaubte, dass es klappen würde. Jahrelang konnten
sie keinen Ackerbau betreiben, sondern mussten sich nur um die Erde kümmern. Doch
die Gruppe kämpfte für ihr Ziel, auch wenn sie selber ab und an daran
zweifelten. Als es die ersten Erträge gab wurde diese in der Waldorfschule in Sao
Paulo verkauft, und es eröffnete der erste Bioladen in Brasilien!
Zum Abschluss machten wir weiter im Süden bei Cananeia eine einwöchige Bootstour.
Ausführliches Tagebuch der jugendlichen Helfer ...
Am Sonntag, den 22. Juli 2007 vor dem Abflug, 10,45 Uhr.
21 Menschen verbinden sich auf Initiative von Ch. und F. Zimpel mit Brasilien. 3
sind schon da, 5 fliegen morgen und wir sind das starke Mittelfeld. Letzte Nacht
goss es in Strömen; Mittelfranken ist fast im Wasser versunken; aber alle sind
trotzdem rechtzeitig am Flughafen München gewesen; Tränen, Umarmungen, letzte
Absprachen, Fotos und tschüss Deutschland! Müde, blass um die Nase und voller
Vorfreude, froh darüber, dass alles zusätzliche Gepäck problemlos mitkam,
winkten wir dem Abschiedskomitee. Wir denken an Herrn Zimpel und versuchen ihm
zu helfen bei seiner Vorbereitung auf den morgigen Tag.
23. Juli Vivien
Der Flug verging unbedacht schnell und problemlos. Als wir ankamen war´s schon
sehr dunkel, wir waren alle ziemlich k.o. und konnten noch nicht wirklich
realisieren, dass wir uns wirklich auf dem südamerikanischen Kontinent befinden.
Wir fuhren mit dem Bus und den brasilianischen Betreuern zum Ferienlager. Alle
Koffer kreuz und quer über uns, schliefen wir die wenigen Stunden Fahrt, bis
wir hier ankamen, alles ausluden, uns irgendein Bett suchten und dem nächsten
Morgen zu schlummerten. Das Frühstück war ein reines Festmahl. Es gab frisch
gepressten Saft, Obst und heiße Milch. Kurz darauf ging´s dann ran an´s Putzen:
Mit Alkohol schrubbten wir die Küche, bürsteten die Kloschüsseln aus, usw. Bis
zum Mittagessen dauerte das dann, doch danach hatten wir Verschnaufpause bis
Nachmittags, wo wir unter dem Pavillon im strömenden Regen Lieder sangen. Später
spielten wir sogar Fußball, bis alle patschnass und k.o. duschen gingen. Es
wurde immer später, bis es endlich, nach stundenlangem Kartoffelschälen,
Abendessen gab und man danach irgendwo noch vergnügt schwatzte, bis man zu Bett
ging.
24. Juli Vera
Nach unserem Frühstück, das wieder aus Saft, Tee, Obst, Brot und Käse bestand,
machten wir uns an die Arbeit. Die Decken für die Kinder mussten noch
ausgeschüttelt werden. Dann mussten die Häuser geputzt und die Matratzen auf die
Betten verteilt werden. Unsere Zimmer der 2letzten zwei Nächte mussten wir
räumen und wir wurden in Häuser aufgeteilt, in denen wir mit unserer Gruppe Tage
und Nächte wohnen sollten. Als wir dann gehört hatten, dass es doch mehr Kinder
sein sollten, mussten wir in die unteren Häuser umziehen. Als dann gegen Mittag
die Kinder, inklusive Donni, Lollo und Nani ankamen, mussten wir das Gepäck von
2 Bussen den Berg hoch schleppen. Nach dieser wirklich anstrengenden Arbeit,
wurden die Gruppen aufgeteilt und die Kinder und wir hatten erstmal Freizeit.
Dann gab es Abendessen. Danach gab es noch eine Geschichte und es wurden
brasilianische Lieder gesungen. Danach sind die Kinder ins Bett gegangen und es
gab eine Besprechung mit den Betreuern, mit lecker Essen (Bruschetta!) Den
ganzen Tag regnet es wie sau, was das Leben hier nicht einfacher macht. So,
jetzt werde ich schon so genervt endlich aufzuhören, dass ich es jetzt mache.
25.Juli Cili
Hey, hey ... puhh ... erstmal ... heute morgen wurde ich schon sehr früh geweckt
... ich hatte Küchendienst. So früh…für mich zu früh…und dazu kam noch der
Stromausfall….wegen des schlechten Wetters…. Also gut….jedenfalls fing unsere
Arbeit mit Tische stellen an. Alles im Dunkeln. Ich war mit meiner Gruppe
(Ulrike und Ferdi) wohl die erste auf den Beinen….wohl das erste Licht in
unserem Haus…und draußen prasselte der Regen sein andauerndes Lied….Alles ist
nass….mir ist kalt und oft überkommt mich dieser sehnliche Wunsch nach meiner
Heimat…nach meinem Alltag und allem Gewohnten. Schließlich hörten wir über uns
die ersten Kinderschritte über die knarrenden alten Bretter tapsen….nun musste
alles schnell gehen….Sobald das Frühstück auf dem Tisch stand wurde in vollen
Zügen geschmaust, bis alle satt waren…..für mich ging die Arbeit mit Abspülen
weiter….mir kam es vor, als wären es hunderte von Tellern, Tassen….doch auch das
bewältigten wir…. Mensch…Leut´….ich bin sooooo müde….es ist jetzt ungefähr 21,30
Uhr….und meine Augen wollen einfach nur noch zu sein….. In manchen Momenten
kommt in mir einfach nur….sorry…..abba……so eine Art Heimweh auf…..doch dann
hörst du das Lachen und Reden von den Kindern….und du bist hier….und das
vollkommen! Wenn du das Glück hast einem von diesen entzückenden, süßen Zwergen
nahe zu sein….in diese tiefen, ausdrucksvollen Augen zu schau´n….das ist ein so
Wahnsinns- Gefühl…..es überwältigt mich…. Mensch Leut´ diese Augen von diesen
Kindern. Wer weiß….was diese Augen schon alles erlebten, gesehen haben….was ist
nur mein Leben dagegen….was sind meine Probleme zu ihren……sorry….ich hör´jetzt
mal auf. Sonst- keine Ahnung- werd´ ich hier so depressiv….(abba ein wenig
Schuld hat daran auch der ewige Regen…) Ich bin froh hier zu sein….bei all
diesen Menschen….mit euch allen das zu erleben…. Bis bald.
26.Juli Chrischy
Heute hat wirklich die Sonne geschienen! Es war einfach der Wahnsinn!!!!! Es hat
so gut getan nicht mehr bei dem kleinsten Weg patsch nass zu sein! Und, ach ja,
der Lausi hatte heute Geburtstag! Nach dem Morgenkreis und dem leckeren
Frühstück bin ich mit meiner Gruppe auf einen Berg ganz in der Nähe gelaufen.
Die Natur ist schon einfach der Hammer! Und die Kinder sind soooo…….süß. Am
liebsten würd´ ich ganz einfach ganz Viele einpacken! Wenn die Quatsch machen
und ich „nein“ sag´(also auf portugiesisch natürlich) und die mich dann mit
ihren großen braunen Augen anschauen und grinsen, muss ich einfach immer wieder
lachen. Ich kann da nicht weiter was dagegen sagen. Des ist schlimm. Nach dem
Mittagessen war Mittagspause. Nachdem die Kinder auch dem Lausi seinen
Geburtstagskuchen aufgegessen hatten, gab es die Bastelgruppen. Ich war der
Helfer von Bernardo und wir haben aus festem und doch weichen, porösen Material
(hab´ vergessen wie´s heißt), so verschiedene Sachen gemacht: Autos, Häuser….
Vom Tanzen hab´ ich dann nicht so viel mit bekommen, das heißt gar nichts, weil
ich Küchendienst hatte. Nach dem Abendessen war dann noch Treffen in der Kirche,
aber in der Zeit musste ich die Berge von Tellern, Gläsern, Schüsseln usw.
abspülen. Nachdem alle Kinder schliefen und auch die Helferbesprechung zu Ende
war, haben wir uns, um noch ein bisschen dem Lausi seinen Geburtstag zu feiern,
ans Lagerfeuer gesetzt. Die brasilianischen Helfer sind auch noch gekommen. Wir
haben ein bisschen gesungen, geredet….gelacht….war arschgeil. Und irgendwann
sind wir alle ins Bettchen gegangen. Das war´s- bis bald!
27. Juli Lorenz
Was für ein Tag! Ich bin total erschöpft und ermüdet! Doch wir sind wirklich
angekommen, am anderen Ende der Welt. Im Irgendwo und Nirgendwo. Ich bin mir
dessen gar nicht so bewusst, denn auch hier gibt es Bäume, Tiere und Menschen.
Bloß dass die Bäume andere Früchte tragen, die Tiere anders aussehen und die
Menschen eine andere Sprache sprechen. Doch wenn ich darüber nachdenke, wo auf
der Karte wir uns eigentlich befinden, wird mir klar wie weit weg von Zuhause
wir sind. Die letzten Tage waren sehr intensiv. Es gab viel zu tun und viel zu
wenig Schlaf. Heute waren wir an einem Fluss mit einer großen Gruppe von
Kindern. Dort gab es eine Steinrutsche, die den Kindern wahnsinnig viel Spàss
gemacht hat. Ich stand im Wasser und habe sie aufgefangen. Es macht so viel
Freude sich mit diesen so herzlichen, lieben und zutraulichen Kindern zu
beschäftigen! Als wir jedoch am Nachmittag Flöße aus Bambus bauten, wurde es
sehr anstrengend- da es auch weniger nette, eher freche und aufmüpfige Kinder
gibt! Das hat mich sehr ausgelaugt, auch die ewigen Sprachprobleme, die vor
allem dann auftreten oder störend sind, wenn man streng sein muss und eine
Situation unter Kontrolle behalten will. Hierbei bewundere ich die
brasilianischen Helfer, welche den ganzen Tag eine Schar von Kindern um sich
haben und diese wohl eher keine braven Lämmchen sind. Vor allem die kleinen
Kinder sind jedoch so lieb und zutraulich, unvorstellbar! Man braucht jedoch
viel Energie, um mit so Vielem zurechtzukommen, was auf einen zukommt. Alles in
allem habe ich dieses kleine Dorf richtig lieb- gewonnen. Die kalten Häuser mit
den Kindern. Die warme Küche, in der man Essen für 130 Leute zubereitet, den
Esssaal, in dem sooo viel gegessen wird, die große Wiese zum Fußballspielen und
Tanzen, der kleine Weiher, die Kirche, die Wege, der Pavillon, der Holzofen.
Doch im Moment habe ich, glaub ich, mein Bett am liebsten, weil es warm und
kuschlig und immer für mich da ist….
28. Juli Nani
Ein echt super Tag heute!!!! ? Wandern, wandern… wir waren voll im Urwald
spazieren, total schön dort! ? Echt überwältigend, alles total grün, große
Bäume, viele Pflanzen, sehr interessant. Auf allen Fotos sieht man gar nicht
alles was es dort gab. Den Kindern hat es richtig Spaß gemacht zu wandern, da
die Wege schwierig begehbar und sehr schlammig waren, über Flüsse und kleine
Felsen etc. gingen. Sie fanden es ab und zu mal natürlich auch sehr anstrengend,
obwohl ich das Gefühl hatte, dass wir fertiger waren als sie. Besonders toll
fand ich mit anzusehen wie alle Kinder einander halfen. Selbst die großen Kinder
bzw. vor allem die Großen, halfen viel über Flüsse und nasse Steine. Sie halfen
alle sehr selbstverständlich und sehr gerne: war echt sau Hammer das so zu
beobachten!!!! Auch wie mutig die kleinen Kinder dort waren. Als wir Pause
machten, aßen wir alle mit unseren Gruppen auf so einer Art Hof. Ein Gelände mit
Sträuchern, Bäumen, Häuschen, Hunden, kleinen „Bergchen“ und einem See bzw.
Teich. Dort froren wir alle so richtig!!! (wie oft eigentlich hier?) Später
spielten wir „Stehbock- Freibock“. Monitore gegen Kinder und umgekehrt, dass die
Kinder uns fangen mussten. Das war echt faszinierend!!! So viele Kinder ? ? ?,
so viel Freude und Spaß alle miteinander ! Wir verstanden uns alle sehr gut.
Besonders fand ich hierbei auch, dass das Gruppengefühl nicht nur in den
einzelnen Gruppen war, sondern bei uns allen zusammen entstand. Jeder grinste
jeden nur mal so an?? WAHNSINNIG SCHÖN!!! Auf dem Rückweg waren viel Wiesen und
sehr viel Berge, eine mega Aussicht! Und jeder hatte nur Durst! ?… Sehr lustig
war auch, dass sich viel- vor allem die Monitoren- mit getrockneter Kuhscheiße
beworfen haben?..? scheint hier sehr normal zu sein! ? Hinterher duschen war
dann echt sehr angenehm- und auch echt sehr nötig?. Sind echt alle super lieb
hier. Es ist sehr schön dass alles hier miterleben zu dürfen, auch zu sehen, wie
es uns „Deutsche“ alle bewegt, was wir lernen und was wir erleben?!!! ?!!! ? Ich
finde die Arbeit und der Stress hat sich dafür allemal gelohnt! Hier hat auch
kaum jemand Heimweh von uns, und nach Familie eigentlich erst recht nicht. Nur
sehr wenige vermissen ihren Freund bzw. nur jemanden von dem sie sich wünschen,
er wäre ihr Freund. Ich vermisse ihn extrem sehr, die Kinder lenken mich davon
ab, aber ohne sie… ich bin froh wenn ich trotzdem halbwegs schlafen kann. Es tut
schon echt weh, deswegen bin ich sehr froh, dass es den anderen nicht so geht.
Die Kinder bewegen einen echt sehr. Wenn sie singen? wenn sie so fasziniert
zuhören. Es ist wahnsinnig toll, hier helfen zu dürfen, nach heute hat so
ziemlich jeder diese Angst durch die Sprache verloren, durch soviel
Körpersprache, Seelenausdruck. In der Kirche: Diese Kinderaugen, wenn sie einen
anlachen diese Atmosphäre hier?: sehr lohnenswert! Ich freu mich schon sehr auf
die noch kommende Zeit und auf die dazugehörigen Erlebnisse und auch auf
zuhause. ABER es ist auch sehr schade wenn die Zeit so vergeht und die Kinder
hier dann gehen. Es wird dann so still sein, so leer, ohne ihr Lachen, so
einsam. Bis bald!
29. Juli Mara
Was soll ich schreiben? Morgen ist der letzte vollständige Tag… ich fand, die
Woche verging so schnell und war so intensiv. Dieser gleichmäßige Rhythmus jeden
Tag, die Art wie uns die Kinder aufnehmen, das alles, find ich, macht das hier
so heimelig. Ich finde wir sind schon zu einer so großen Gruppe, zu so einer
schönen Gemeinschaft geworden! Für mich waren die ersten Tage hart, der Regen,
dass ich eine Gruppe von großen Mädchen hatte… ich mich nicht wirklich als Hilfe
fühlen konnte! Wenn ich so auf die Woche zurückschau´, dann hab ich das Gefühl
jeden Tag so richtig GELEBT zu haben: Im strömenden Regen barfüßig spazieren zu
gehen, in dieser Kälte zu baden, mit der ganzen Gruppe in der Kirche zu sitzen
und Lieder zu singen und einfach diese Gemeinschaft, diese Harmonie zu spüren.
Ich finde das schwer zu beschreiben, aber hier mit den Kindern steht man einfach
so im Jetzt. Wir haben wenig Schlaf und wenn ich morgens geweckt werde, will ich
nicht aus meinem warmen Bett raus… aber zu wissen, was wir hier den Kindern
geben können und wie prägend diese Woche, in der sie einfach Kind sein dürfen,
für sie ist, dann fühl ich mich so voller Kraft und bin so froh das hier erleben
zu dürfen. Heute haben wir Briefe gelesen, von den Müttern der Kinder an uns,
die Helfer gerichtet. Diese Briefe sprachen so von Dankbarkeit; ich war so
gerührt. Ich bewundere die Menschen so, die dieses Lager jedes Jahr den Kindern
schenken. Was mich einfach auch so gefreut oder gerührt hat, ist dass alles
genau so wie in den deutschen Ferienlagern mit Herrn Zimpel ist. Von den Liedern
bis zum Theater, von dem Zwerg bis zum Singen morgens. Es gibt, soviel ich weiß,
zwei Plätze auf dieser Welt, wo Ferienlager auf diese Art durchgeführt werden
und das ist hier und bei uns in Erlangen…? An einem Abend, wurde über den
Background der Kinder was erzählt. Es sind so traurige Geschichten gewesen und
es hat mir sehr geholfen, das Benehmen der Kinder zu verstehn. So gibt es einen
Jungen, der den Helfern sehr viel Sorgen gemacht hat. Er wollte immer das
Gegenteil machen, konnte am Tisch nicht still sitzen… wir alle haben ihm
versucht soviel Liebe zu geben wie er benötigt und die ihm zuhause fehlt. Heute
haben wir, die „STREICHHOLZ-SCHÄCHTELCHEN“ ein Lied vorgesungen. Was eine
Betreuerin darauf erzählte: Während des Liedes saß der Junge auf dem Schoß jener
Helferin. Durchgehend ist sein kleiner Körper angespannt, die Hände zu Fäusten
geballt. Als wir anfingen zu singen, sagte er, dass es sich so schön anhören
würde und plötzlich entspannte sich alles. Die Betreuerin erzählte, dass er tief
durchatmete und sich total entspannen konnte und darauf friedlich einschlief…
Bei vielen Kindern habe ich das Gefühl das sich ihr Verhalten sehr positiv
verändert… ich fande diese Woche so WUNDERSCHÖN und habe das Gefühl soviel
aufgenommen oder gelernt zu haben. Boa noite
30. Juli Christoph
Heute war der letzte Tag, der nach normalem Plan verlief. Auf eine kalte Nacht
mit Raureif, den viele der Kinder nicht kennen, folgte ein schöner Morgen mit
viel Sonne. Nach dem Frühstück räumten wir wie üblich unsere Zimmer auf. Nach
dem Treffen im Pavillon bauten einige von uns Fußballtore. Das dauerte dann bis
nach dem Mittagessen. Gleich wollten einige Kinder die Tore ausprobieren. Nach
den Aktivitätsgruppen und dem Tanzen, gab es Abendessen. Danach übten wir das
Theater zum ersten Mal auf portugiesisch. Alles war noch sehr chaotisch, aber
wir sind ja in Brasilien. Die Aufführung klappte eigentlich ganz gut. Die Kinder
freuten sich jedenfalls sehr. Danach war noch ein großes Feuer für die Kinder,
danach die Helferbesprechung und für mich Bettgehen. Einige blieben noch bis
vier Uhr am Feuer.
31. Juli Raphael
Ende des Kinderlagers. Heute war es anders als sonst. Nach dem Frühstück packten
die Kinder und säuberten das Haus. Die Taschen wurden für Monte Azul und Pequeno
Principe getrennt. Nach dem Singkreis wurde das Löffeltheater aufgeführt, bei
dem mit Küchenwerkzeugen Menschen dargestellt und witzige Situationen
nachgestellt wurden. Dann gab es verfrüht das Mittagessen, bei dem die
verschiedenen Gruppen zusammen saßen. Dann brachten wir das Gepäck zu den zwei
Bussen und verabschiedeten die Kinder, was mindestens alles in allem eine
dreiviertel Stunde dauerte. Dabei flossen so einige Tränen. Als die Kinder weg
waren, habe ich erst einmal geduscht und mich entspannt. Es wurde dann bestimmt
zwei Stunden Fußball gespielt, während vier Leute gebacken haben. Bei der
Besprechung nach dem Essen wurde dann klar, dass wir am nächsten Tag noch nicht
wandern gehen würden. Und jetzt Feiern wir etwas am Feuer mit improvisiertem
Caipirinha, Musik und Decken auf dem Boden.
1. August Vera
Wir durften bis 10 Uhr ausschlafen. Dann haben wir das Bauen angefangen,
Baumstämme gesägt, geschält, angemalt (damit sie nicht kaputt gehen in der Erde)
Löcher gebuddelt. Ein paar Mädels haben unser Haus aufgeräumt und die Klos
geputzt. Abends sind wir dann alle relativ früh schlafen gegangen.
2. August Vera
Wir haben unsere große Tageswanderung gemacht. Ganz früh morgens wurden wir von
einem LKW abgeholt, auf dem wir´s uns mit Matratzen und Schlafsäcken bequem
gemacht haben. Wir fuhren ca. zwei Stunden auf Erdstraßen, bis wir an dem Felsen
ankamen, den wir besteigen wollten. Ein Teil blieb lieber unten auf dem kleinen
Felsen, während die anderen, geführt von den brasilianischen Jugendlichen, den
steilen Felsen, teilweise nur an Stahlstangen, die an der Wand befestigt waren,
bestiegen. Die Treppen haben einem echt Angst eingeflößt, so glitschig und
steil. Als wir dann alle, mehr oder weniger fertig, oben ankamen, war die
Aussicht der Hammer, dafür hat sich dieser „Scheiß“ Weg gelohnt. Abends sind
dann noch einige ins Dorf gegangen und haben Billard gespielt usw.
3. August Vera
Nach dem Frühstück, dass aus glaub ich Milchreis und Brot mit total leckerer
Marmelade bestand, machten wir uns an die Arbeit, weiter am Glockenturm und am
Spielplatz zu bauen. In den Glockenturm haben wir dann noch (auf portugiesisch )
„Seja louvado o nome do Senhor“, (auf deutsch) „Gesegnet sei der Name des Herrn“
und „Grupo Alemao 2007“ eingraviert. Mittags sind wir zu einer alten Dame ins
Dorf gegangen, um dort Gebäck zu essen. Abends war im Dorf ein „Dorffest“, auf
das noch ein paar von uns hingingen.
4. August Vera
Heute haben uns unsere brasilianischen Freunde „verlassen“. Als sie nach
etlichen Umarmungen (und Küssen?) gefahren sind, haben wir noch unsere Arbeit
der letzten Tage zu Ende gebracht. Abends sind wir dann alle ins Dorf gegangen,
denn eigentlich wollte dort ein Cellospieler sein, der ist aber nie aufgetaucht.
5. August Vera
Heute früh mussten wir erst eine dreiviertel Stunde mit dem LKW fahren
(+Gepäck), denn unser kleiner Omnibus wollte keine Erdstraße fahren. Als wir
dann nach vier Stunden hier im „Kleinen Prinzen“ ankamen, mussten viele erstmal
ihre Eindrücke verarbeiten, die wir vom Bus aus gesehen haben: Richtig kaputte
Häuser, bis hin zu Villen. Ein brasilianisches Gefängnis und Krankenhaus,
wogegen die deutschen Gebäude purer Luxus sind. Als wir hier angekommen sind,
haben wir erstmal verdutzt geschaut, auf einmal fangen hier vier Leute an,
fließend Deutsch zu sprechen. Die vier machen hier so eine Art Freiwilliges
Soziales Jahr. Nachdem wir dann auf fünf Häuser aufgeteilt wurden, haben wir
noch zu Abend gegessen: NUDELN, dass was alle so vermisst haben.
6. August Meike
Nachdem wir gefrühstückt haben (einige hatten verschlafen), haben wir uns
aufgeteilt. Die einen haben Unkraut gejätet, die anderen in der Küche geholfen
und einige Jungs haben mit Klaus angefangen das Wasserrad zu bauen. Also Gräben
gezogen, Löcher gebuddelt und und und Christina und ich sind in eine Gruppe
gegangen. Das war aber nix gscheits. Mir kams so vor, als ob sie unsere Hilfe,
die aus „Kinder trösten“ bestand, nicht haben wollten. Das alles, was ich dort
an Erfahrungen gemacht habe und so, ist zu viel, das kann ich jetzt nicht
schreiben. Ich würde gerne noch länger in der Gruppe sein, aber anscheinend
wollen die das nicht. Für mich war das eine Erfahrung, wie ich davor noch nie
erlebt habe. Dummer Satz, aber was Besseres fiel mir nicht ein. Ob gut oder
schlecht kann ich nicht sagen. Interessant auf alle Fälle. Die beiden Frauen
dorten kommen selber aus der Favela und haben ihre eigenen Probleme. Die reden
beim Essen beispielsweise ganz, ganz wenig, um nicht zu sagen „nur ein paar
Worte“ mit ihnen- können sich kaum um die Kinder kümmern, weil sie gleich nach
dem Frühstück das Mittagessen machen müssen und so….na ja, ich könnt noch viel
viel mehr erzählen. Und abends waren wir dann noch in der Stadt, im Supermarkt.
Danach haben wir gegrillt. Irgendwann, um kurz nach eins, sind die Letzten
schlafen gegangen.
7. August Vera
Tja, heut hatte ich meinen 16. Geburtstag. Als ich morgens zum Frühstück kam,
wurde erstmal gesungen, auf deutsch und portugiesisch, aber nicht nur für mich,
denn einer von den Arbeitern, (Terry) hatte heute auch Geburtstag. Nach dem
Frühstück sammelten wir Holz für das Karussell. Die gefundenen Eukalyptusbäume
mussten dann gehackt (bzw gesägt) und geschält werden. Dann gab es Mittagessen;
leider weiß ich nicht mehr was! Zum Kaffeetrinken gab es dann noch
Geburtstagskuchen, der aus Bananenschalen gemacht wurde. Also mein Geschmack war
es jetzt nicht so. Aber die Geste zählt, dass die Brasilianer einen Kuchen
gemacht haben. Nachmittags kam dann der Höhepunkt des Tages. Auf einmal stand
überall hier die Polizei und dann haben wir erfahren, dass ein paar Männer in
das Haus der Anthroposophischen Gesellschaft gegangen sind und dort Geiseln
genommen haben. Von uns waren Hannelore und Ulrike dabei. Anfangs hatten die
beiden das gar nicht kapiert, haben sogar noch nach Milch gefragt. Die Männer
haben dann Geld geklaut und sind abgehauen. Tja, leider weiß ich jetzt auch
nicht mehr, was sonst noch passiert ist. Auf jeden Fall war es ein ganz schöner
16. Geburtstag.
8. August Vivien
Nachdem wir Veras Geburtstag gefeiert hatten, fielen wir in die Betten, bzw
Schlafsäcke. Einen echt super Raum haben wir hier, in dem wir alle pennen. Nach
dem gemeinsamen Frühstück wurden die Gruppen aufgeteilt, wer heute wo arbeitet:
Karussell, Wasserrad, usw Der Tag ging ziemlich schnell rum und war auch sehr
effektiv. Abends (früh abends) kam dann die Anfrage von Simon und allen, ob
nicht jemand Lust hat mit in die Favela zu kommen und dort zu übernachten.
Darauf hatte dann eigentlich jeder Lust, doch der Platz reichte nicht für alle,
also wurden wir für zwei Tage aufgeteilt. Wir hatten bereits an einem Abend im
Kinderlager und dann auch hier schon, von den Verhältnissen in den Favelas
gehört, doch selber real eine zu betreten war etwas ganz anderes. Es war schon
dunkel, als wir durch die grauen, unstabilen Mauern, den Berg zu einem Haus
hochstiegen. Die Leute, die an uns vorbeigingen starrten uns an und torkelten
weiter. Überall sah man verranzte Salons, die offen standen und welche gefüllt
waren mit Männern, die (wahrscheinlich) ihren täglichen Alkohol tranken und in
ihr Glas, oder auf den Boden stierten. Es kam mir irgendwie leer vor, ich fand
den Schmutz und die heruntergekommenen Gebäude nicht mal so schlimm, nur die
Atmosphäre….die Kinder, die elternlos auf der Strasse saßen und einfach nur
heimatlos wirkten. Als wir im Haus ankamen wurden wir herzlich von Ellens
Familie empfangen, sie kochten uns gleich einen Tee und bereiteten ein
luxuriöses Abendmahl für uns vor. Die Stimmung war nett, wir saßen in einem
Zimmer, in dem es die meisten Sitzgelegenheiten gab: Ein Sofa….dazu lief
durchgehend der Fernseher. Die unterschiedlichen Sprachen waren wohl das einzige
kommunikative Problem, was den Brasilianern gar nichts machte, schließlich
hatten wir ja einen Übersetzer: Jago, ein deutscher Arbeiter vom Kleinen
Prinzen, der Ellen auch schon besser kannte. Das Essen war super lecker und wir
fühlten uns echt wohl und auch wirklich ungefährdet. Mmir scheint so ein Leben
nicht schlecht oder minderwertiger, gar nicht- in dieser Familie nicht. Ich
denk, dass Favelas auch Manchem zu Gute kommen, zB dass die Wohnungen eben
günstiger sind und vorher in einer Familie vielleicht beide Elternteile
arbeiteten und durch einen Umzug in eine Favela die Mutter wenigstens ganztags
bei den Kinder sein kann. Natürlich herrschen dort (inzwischen) schlimmere
Verhältnisse. Was ich am schlimmsten finde ist eben die (doch) mangelnde Zeit
(der vielleicht ja allein erziehenden Eltern). Die Kinder sitzen den ganzen Tag
dann nur vor dem Kasten oder tun sonst was aus Langeweile, finden nirgends
Gemeinschaft, soziale Gemeinschaften als Vorbild…..
9. August Vivien
Als wir aufstanden, wir hatten auf Betten und Matratzen mit unseren Schlafsäcken
übernachtet, mussten wir uns gleich auf den Weg zum Kleinen Prinzen machen, doch
vorher stiegen wir noch auf das Dach von Ellens Wohnung: Es war so eine Hammer-
Aussicht: Wir konnten (das Haus stand auf einem Berg) den ganzen Hang der Favela
hinab sehen. Bei Tag sah man alles noch mal intensiver und anders. Wir gingen ca
eine halbe bis dreiviertel Stunde zurück, frühstückten und arbeiteten weiter.
Das Karussell wurde fertig!!!!!!! Der totale BRÜLLER. Alle Kinder waren verrückt
danach. Nach dem Mittagessen um 14 Uhr gingen wir bis Abends auf eine Wanderung
mit den Kindern von 6-11 Jahren. Ich fand diesen Spaziergang so wunderbar. Sonst
hatten wir hier nie wirklich etwas mit ihnen zu tun, nur in ihren Pausen mal.
Und dort konnten wir uns richtig mit ihnen austoben, einfach wunderbar; die
Sprache, finde ich, ist dabei überhaupt kein Problem, außerdem können wir manche
Brocken ja auch schon……?……
10.August Laurens
Heute gab es die Einweihung vom Karussell. Es wurden noch die letzten Regeln
bekannt gegeben, dann durften die Kinder los fahren. Es war die Attraktion
überhaupt.
11. August Laurens
Wir brachten unsere Arbeiten am Wasserrad zu Ende. Das Wetter hatte auf
andauernden Nieselregen umgeschlagen. Zum Abschluss machten wir mit allen noch
einen Kreis, wo jeder sich bedanken und dem Kleinen Prinzen etwas wünschen
konnte. Dann fuhr ein Teil nach Sao Paulo, um sich mit den brasilianischen
Helfern zu treffen. Der Rest blieb noch; es gab ein Feuer mit Gesprächen über
den Kleinen Prinzen.
12. August Laurens
Heute trafen wir uns wieder alle zusammen in Sao Paulo, an der Kirche und gingen
dann in ein Restaurant, wo wir zwar viel essen konnten, das Essen aber immer
etwas an Gummi erinnerte. Mit dem Bus ging´s dann zum Hippie- Markt. Dann wurden
wir auf verschiedene Gastfamilien verteilt. Zum Abschluss gingen wir noch alle
in eine Bar.
13. August Laurens
Wir haben uns gleich morgens zu Schulbeginn in der Schule getroffen. Eckhard
erzählte den Schülern etwas über Kaspar Hauser, dann führte uns Antonio durch
die Schule. Einige besuchten noch verschiedene Unterrichte. Dann fuhren wir nach
einem leckeren Mittagessen aus der Schul- Kantine, mit dem Bus in die Favela
Monte Azul. Es war sehr heiß, sodass die Pausen im Schatten fast das Schönste
der Führung waren, die wir machten. Aber es war doch sehr interessant zu sehen,
wo die Kinder so her kamen, die wir im Ferienlager betreut hatten; auch wenn ich
das Gefühl der Besichtigung eines Zoos nicht loswurde. Dann fuhren wir wieder zu
unseren Gastfamilien. Abends gab es bei Tarsila ein Nachtreffen des
Ferienlagers, bei dem ich aber, ähnlich wie bei den damals täglichen
Besprechungen aufpassen musste, dass ich nicht einschlief.
14.August David
Heute mussten wir um 8,30 Uhr an der Schule sein und prompt sind welche zu spät
gekommen. Dort haben wir dann unsere Sachen in den Bus geladen und uns von den
Brasilianern verabschiedet. Dann gings ca 4 Stunden mit dem Bus in Richtung
Botucatú. Als wir dort angekommen sind, haben wir erstmal in der Casa Somé zu
Mittag gegessen. Danach haben wir uns auf die Gastfamilien verteilt.
Anschließend wollten wir im See baden gehen, mussten aber auf dem Weg erst einen
Wiesenbrand löschen. Abends war dann noch ein Lagerfeuer.
15. August David
Wir sind alle zur großen Pause um 9,50 Uhr in die Schule gegangen und ein paar
von uns Deutschen haben erstmal im Basketball gegen die Brasilianer verloren.
Danach sind wir fast alle mit in den Unterricht gegangen- ein paar in
Psychologie, der Rest in Chor. Anschließend war Tanzen und wir haben teilweise
mitgemacht. Nach der Stunde haben wir alle unsere Badesachen geholt und sind
dann zum Mittagessen gegangen. Dann sind drei Brasilianerinnen mit uns zum
Wasserfall gegangen, wo wir fast alle baden waren. Zum Vortrag von Herrn Blaich
über seine Edelsteine sind wir dann leider zu spät gekommen. Danach sind wir
noch in die Bar gegangen und anschließend ins Bett.
16. August Konstantin
Abfahrt von Botucatú nach Cananeia aufs Boot. Emotionale Verabschiedung von
unseren Waldi- Freunden und Gastfamilien. Erste Station bei einem ziemlich
teuren Supermarkt, wo wir all das ganze Essen für die Meute gekauft haben,
danach fuhren wir ca 6 Stunden Richtung Meer. Dort angekommen beluden wir unser
Schiff und machten einen Plan, wo wir alle schlafen sollten. Und folgend
schliefen auch alle ein, außer Felix, Raphael, Lorenz und ich. Wir beobachteten
ein Schauspiel, wo so was wie Leuchtalgen im Wasser blinkend schwammen und
heller wurden wenn man etwas hineinwarf.
18. August Milena
Heute sind wir, nachdem wir von der Sonne geweckt wurden, ich war bei denen, die
die Nacht an Deck verbracht haben, direkt in Richtung Meer. Erstmal durch die
Hügel mit irgendwelchem Stachelzeug; man hat das Meer sogar schon gehört und
dann der erste Blick aufs Meer: Gigantisch! Weißer Sandstrand, das Rauschen vom
Meer, in der Ferne der Horizont, die Sonne schien…..Urlaub! Wir konnten da
natürlich nicht lange rum steh´n und sind direkt ins Wasser gerannt! Das war
aber doch noch ganz schön kalt! Aber das war uns egal! Den Rest des Tages
verbrachten wir mit Essen, Lesen, Musik machen, Baden, und natürlich Muscheln
sammeln am Strand! Es war total schön, den ganzen Tag am Meer zu verbringen! Die
Zeit spielt hier keine Rolle! Eigentlich wollten wir noch weiter fahren, aber
das Ruder, oder so, war kaputt und die Reparaturen haben etwas länger gedauert
als geplant. Das war aber keineswegs schlimm, im Gegenteil, wir haben den Tag am
Strand genossen!
19. August Ferdinand
Der heutige Tag begann damit, die, die über Nacht beim Feuer am Strand
geschlafen hatten, zu wecken. Da das Schiff schon um 8 Uhr fahren sollte, hatte
ich mich bereit erklärt, die Strandschläfer zu wecken. Ich wachte aber ziemlich
früh auf und ging deswegen noch bei Zwielicht zum Strand. Danach, als das Schiff
schon los gefahren war, machten 3 Jugendliche mit den Erwachsenen Frühstück.
Gierig und nicht ganz gerecht, wurde dieses auch verspeist. Unser nächstes
Reiseziel war ein kleines Dorf am Flussrand, wo wir Mittag essen wollten. Wir
sahen auf der Fahrt ein Katamaran mit Deutschen und unsere ersten Delphine, was
eigentlich gar keine waren, sondern eine Bruderart zu denen im Meer. Beim Dorf
angekommen stellte sich heraus, dass das „Restaurant“ die Information für 23
Personen zu kochen erst vor 5 Minuten erhalten hatte; also aßen wir erst
anderthalb Stunden später. Das Essen war echt lecker. Danach hatten wir noch
zweieinhalb Stunden Freizeit, wo einige Billard spielten und andere sich am
Strand entspannten. Nach dieser Verdauungs- und Entleerungszeit fuhren wir
weiter zur Papageieninsel, um dort das Schauspiel der zu ihrem Schlafplatz
zurückkehrenden Papageien zu betrachten. Einige wurden mit einem Beiboot sogar
zur Insel gefahren. Dann gab´s Abendessen mit danachiger Besprechung. Langsam
gingen alle zu Bett.
20. August Vivien
Heute Morgen sind wir alle zusammen auf dem Schiff aufgewacht; nur Wasser um uns
rum und neben uns die Papageieninsel. Einige von uns waren schon zum
Sonnenaufgang aufgestanden, um die Papageien wegfliegen zu sehen, doch einige
schliefen doch auch weitaus länger ? Wir kamen an einen weiteren- wunderbaren
Strand. Wir gingen lange spazieren, ließen unsere Seele baumeln, während wir mit
unserem Blick den Wellen und dem unendlichen Sandstrand folgten. Ca. 2 Stunden
später trafen wir uns alle zum Mittagessen. Das kleine Fischergasthaus war
gestopft voll und hatte wahrscheinlich noch nie so viele Gäste gehabt. So
dauerte es nochmals eine Stunde, bis es Essen für alle gab. Satt und gut gelaunt
verließen wir das Lokal, um uns langsam wieder aufs Schiff zu begeben. Wir saßen
noch im Sand und buddelten uns gegenseitig ein, sodass nur mehr der Kopf des
einen zu sehen war. Mit dem Schiff kamen wir nun an eine wunderschöne
Sandbucht…. Wieder kamen wir nur mit unserem Kanu an Land. Auf dieser Insel
wohnte nur ein einziger Mann und es gab aber noch mehrere leer stehende Häuser,
einen Friedhof und einen weiteren Bewohner: eine Schlange! Einige von uns gingen
auf Entdeckungsexpedition; andere fuhren mit dem Kanu raus, angeln oder anderes
Land besichtigen. Nachmittags war die Sonne so heiß, dass wir alle (fast alle)
baden gingen und sogar vom Dach des Schiffes sprangen. Sogar mancher Erwachsener
traute sich aus der Höhe (ca. 7-8 m) zu springen. Ausgepowert und glücklich
schliefen alle am Abend ein.
21. August Vivien
Heute kamen wir an eine wunderschön ebene Meereszunge. Das Wetter war nicht so
heiß wie am Vortag, dennoch schön und warm genug, barfuss am Strand durch den
wunderschönen Sand zu spazieren. Der Strand schien ganz unbewohnt, nur ein paar
Muschelfischer sahen wir vertieft in ihre mühsame Arbeit. Wir kauften ihnen
Muscheln ab für´s Mittagessen und alle, bis auf Klaus, der alles was aus dem
Wasser kommt zum essen hasst, freuten sich auf diese besondere Mahlzeit. Nach
langem Muschelsammeln und dem außergewöhnlichen Mittagessen, kamen wir an den
Ablegeplatz des ersten Tages. Jedem war dieser Ort bekannt geworden, zumindest
fühlten wir uns so, denn alle anderen Tage waren wir mit dem Schiff immer an
neuen Plätzen gewesen. Jeder suchte sich schöne Plätze zum Reden,
Fußballspielen, Baden, usw. Es war der vorletzte Tag und unsere Gruppe, die sich
inzwischen so gut kennen gelernt hatte, klinkte sich nach all diesen Wochen, an
diesen eindrucksvollen Naturorten aus.
Es war eine so andere letzte Woche, ohne Arbeit und die ganzen Brasilianer um
sich herum, sodass viele von uns nun wirklich abschlossen mit dieser Reise. Es
gab einige Komplikationen mit Lollos Flug und tausend Telefonate und
Gruppengespräche am Abend, wie wir dieses Problem lösen sollten. Es hieß
entweder, dass Lollo viel Geld drauf zahlte und aber dafür mit uns fliegt, oder
dass er alleine losfährt nach Sao Paulo und aber nicht mehr zahlt. Die
Entscheidung fiel noch nicht sicher, dennoch saßen wir noch lange bei süßem Tee
und unterhielten uns.
22. August Vivien
Für den letzten Tag war eine Wanderung zu einem Wasserfall geplant und alle
freuten sich, endlich noch mal so etwas zu unternehmen. Wir badeten im eiskalten
Wasser, kletterten auf die Felsen und genossen unseren letzten Tag und diese
Wanderung. Zurück am ersten Strand (wieder), fuhr Lollo nun doch alleine ab,
nach Sao Paulo. Alle verabschiedeten sich, einer schmierte ihm noch ein Brot,
gab ihm Wegbeschreibungen mit, Schokolade und was weiß ich sonst noch. Mit
seiner Abfahrt schien unsere Gruppe nicht mehr ganz. Es war ein komisches
Gefühl, doch wir alle wussten, dass wir uns morgen sowieso alle trennen würden
nach all der Zeit..
Mit gemischten Gefühlen hatten wir abends noch einen Gesprächskreis, bei dem
jeder ein Feedback über unsere Zeit gab, jedoch auch über die Zukunft sprach.
Eingekuschelt in der dunklen Nacht, saßen wir dicht beieinander, mit
Schlafsäcken bedeckt und schwatzten. Langsam gingen wir auseinander und
verkrochen uns allmählich in unsere Betten oder Hängematten.
23. August Vivien
Der nächste Tag verlief schnell…wir hatten alles gepackt, geputzt und kamen nun
zum Hafen nach Cananeia, zu unserem so vertrauten Bus und Busfahrer, der seine
letzte Fahrt für uns machte, obwohl er schon die Firma gewechselt hatte. Wir
waren die langen Busfahrten gewöhnt, obwohl diese wirklich eine der längsten
war. Wir saßen und schliefen, sangen Lieder, spielten Gitarre und näherten uns
immer mehr dem Flughafen und der endgültigen Heimreise. Im Flughafen verließen
wir den Bus und in ihm einen Haufen Sandstrand. Es vergingen einige Stunden, bis
wir wirklich im Flieger saßen. Und eigentlich kam es uns allen so vor, als
hätten wir eine viel längere Zeit verlebt, als nur diese 5 Wochen
Unsere Gruppe war eins geworden. Jeder hatte jeden so nah kennen gelernt und das
von so vielen Seiten, an so verschiedenen Orten, in so verschiedenen
Situationen. Nie gab es richtigen Streit oder Probleme, die uns hätten zerreißen
können. Und so fühlte ich mich, selbst noch am Flughafen und während des Flugs
nach Hause, verbunden mit allen.
In Deutschland- unserer Heimat, der bekannten Welt- die wir manches Mal in
Brasilien vermisst hatten, fühlte ich mich sogar fremd und alleine, leer und
haltlos.
Wir trennten uns
und mir schien es,
als wäre es ein riesiger Sprung
"Wir bauen Brücken" 2006
Nach unserer ersten Brasilienreise 2005 entstand die Idee,
mit unseren brasilianischen Freunden und einer deutschen Jugendgruppe eine Art
Ferienlager für arme Kinder aus den Favelas von Sao Paulo zu machen. Das
Projekt „Ferias Solidarias de Araucaria“ war geboren. Das ganze Jahr über
wurden in Brasilien und in Deutschland Vorbereitungen getroffen, um dieses
Projekt durchführen zu können. Es mussten Spendengelder gesammelt werden für
den Bustransport der Kinder aus den Favelas nach Campos do Jordan. Auch
brauchten wir die nötigen Sachspenden, um 130 Personen im Ferienlager zu
versorgen. Decken, Lebensmittel, Kleidung für die Kinder, alles wurde irgendwie
organisiert. Ende Juli machte sich eine kleine Gruppe unter der Leitung von Herrn
Zimpel auf nach Brasilien. Nach 12 Stunden standen wir in Sao Paulo und wurden
von unseren Freunden herzlich begrüßt. Der Plan war, eine 3 Tage Wanderung bis
zum Ferienlager mit einem Teil der brasilianischen Helfer, um uns etwas kennen
zu lernen.

Pause in Gebirge an der Grenze zu Minas Gereis.


Viel Zeit um anzukommen in einer ganz anderen Welt.

Abendstimmung in den Bergen.

Alle Helfer sind im Ferienlager gut angekommen.
 
 
Bau eines Balancierbalkens am Wasserfall. Unser Bäcker: Das
deutsche Brot ist sehr beliebt bei den Brasilianern.
 

 
Die Wanderungen in den Urwäldern in der nähe des Lagers sind
immer etwas Besonderes für die Kinder die aus der zwanzig Millionen Metropole
Sao Paulo kommen. Und natürlich auch für uns Europäer und das im brasilianischen
Winter.

Das erste Ferienlager „Ferias Solidarias da Araucaria“ ist
zu Ende. Es war eine tolle Zeit für alle. Zur letzten Helferbesprechung haben
sich alle dafür ausgesprochen, es soll nicht das letzte Ferienlager gewesen
sein, also freuen wir uns schon auf das Nächste 2007.
Danach ging die Reise weiter zu einem Kurzbesuch bei Erich
Blaich nach Botucatu auf die Demetria. Dort haben wir im letzten Jahr einen
Staudamm errichtet um einen Bach anzustauen. Die dort installierte Wasserpumpe
pumpt täglich 12000 Liter Wasser in eine Gärtnerei für Heilpflanzen. Wir
wollten natürlich wis was aus unseren Projekt geworden ist.
Die Baustelle vom Vorjahr hatte sich sehr verändert. Es ist
ein kleiner See entstanden Fische haben Einzug gehalten und die Pumpe läuft
seit September störungsfrei. Das erste Hochwasser in der Regenzeit hat der Damm
gut überstanden. Leider mussten wir unseren Besuch schon nach einer
Übernachtung beenden. Denn wir hatten ja noch ein Projekt in Sao Paulo, der
„Kleine Prinz“ wartete auf uns.
 
Padalieros „der Kleine Prinz

Die Baustelle: Im Januar wurde mit dem Bau zweier
Gruppenräume begonnen. Die be- auftragte Baufirma ist in Konkurs gegangen und
hat diesen Rohbau so verlassen. Zur gleichen Zeit wie wir war eine Jugendgruppe
aus der Schweiz zu einem Baulager im Kleinen Prinzen und wir gingen gemeinsam
an die Arbeit. Es wurde der Bau verkabelt, das Dach gedeckt Wände verputzt und
in zwei Duschen Fliesen verlegt.
 
 

Unser Freund Simon der mit Amparo die Sozialstation“der
Kleine Prinz“ leitet. Er ist Ansprechpartner für alles was mit Organisation und
Bautätigkeiten zu tun hat. Es mussten viele organisatorische Dinge besprochen
werden, da wir ein größeres Projekt 2007 in Planung haben. Von Deutschland aus
ist es immer sehr schwierig ein solches Projekt vorzubereiten.
 
Das Abschlussfest war eine Tombola, eine Tanzaufführung der
Kinder und die Hauptattraktion das Erklimmen eines Holzstammes ohne Hilfsmittel
der auch noch eingefettet war.
Nach stundenlangem Pyramidenbau war es dann doch gelungen,
den Preis zu ergattern.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Deutschland. Es war für
alle wieder eine sehr erfahrungsreiche Zeit und vielen Erlebnissen.

"Wir bauen Brücken" 2005

Brasilien- Gruppe
2005, mit zwei jähriger Vorbereitung und viel guter Laune ging es an den Start

Erstes Projekt starteten wir im „Kleinen Prinzen“, dem Favela- Kindergarten und
Vorschule am Rand von Sao Paulo

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit den Kindern ging es an die Arbeit.

In dieser Idylle neben der verpesteten Großstadt, begannen wir für die Kinder
ein Baumhaus zu bauen.

Noch kaum fertig gestellt, erfuhr das Baumhaus schon die Begeisterung der
Kinder.

Dann folgte ein weiteres Spielgerät: Für die Reifenschaukel mussten erst
verschiedene Eukalyptus- Bäume im Wald gefällt, zugeschnitten, geschält
Wasserdicht verankert werden.

Wir trotzden allen Hindernissen, sei es der harte Lehmboden, der kaputte
Spaten, der lebensgefährlichen Kreissäge, den schweren Holzstämmen oder dem
maroden Werkzeug und brachten schließlich unsere Werke zu einem Vernünftigen
Abschluss.

Zur Einweihung der neuen Spielgeräte versammelte sich die gesamte Gemeinschaft
und nahm mit glänzenden Augen das Baumhaus und die Reifenschaukel für sich ein.

Groß und Klein erfreute sich Tag für Tag an den Geräten.

Das nächste Projekt stand uns schon bevor. Bei Botucatu auf der Demetria halfen
wir bei großer Hitze den Staudamm für ein Wasserrad zu befestigen.

Die rote nährstoffarme Erde musste erst mühsam zusammengetragen werden.

Um ein ausschwemmen der Erde zu verhindern, füllten wir sie in große Säcke ab.

Diese Säcke schichteten wir dann zu einem stabilen Damm aufeinander.

Schließlich stampften wir die Säcke mithilfe von Wasser kräftig fest. Insgesamt
wurden für den Damm ca. 400 Säcke, gefüllt mit Erde aufeinander geschichtet.
Allerdings hatte eine Gruppe vor uns schon beträchtliche Arbeit geleistet.

Wo heute Menschen wie in einem grünen Park leben, war früher einmal eine
riesige ausgelaugte Baumwollplantage. Kaum einer glaubte zu Anfangs, dass in
dieser Dürre noch etwas gedeihen könne. Nur mit viel Geduld wurden wieder
Pflanzen angebaut, sodass sich bis heute eine mit verstreuten Häusern bestückte
Siedlung gebildet, die langsam an Größe gewinnt, die Demetria.
Auch wir gaben
unseren Teil hinzu, indem wir weitere Bäume pflanzten.

Um den Pflanzen überhaupt eine Chance geben zu können, mussten wir sehr
sorgfältig vorgehen.

Aber auch für Ausflüge blieb noch etwas Zeit.

Hier kamen wir schnell mit der ländlichen Bevölerung in Kontakt. Hier bei der
Kaffee- Ernte.

Nördlich von Sao Paulo, in den Bergen war nun eine Wanderung geplant. Mit
einigen Einheimischen, einem Führer und zwei Eseln als Lastträger waren einige
Etappen, mit Übernachtung im Zelt geplant.

Jedoch zeigte sich bald, dass wir nicht zum Marschieren geeignet waren. Am Ende
kamen wir dann aber doch, wenn auch mit einigen Zwischenstopps und Fahrten mit
dem Minibus an unserem Ziel an.

Unser letztes Ziel war Floria Nopolis, 14 Std. mit dem Bus, südlich von Sao
Paulo. An dieser traumhaften Insel konnten wir endlich auch entspannen und
genießen.

Als Parallelprogramm erledigten wir allerdings einige Instandsetzungen an der
dortigen Christengemeinschaft.

Zum Glück wurden wir
von Herrn Schneider, der für alles eine Lösung wusste, so gut in unseren
Projekten angeleitet, dass wir Rückblickend stolz sein können, Menschen in
Brasilien praktisch und effektiv geholfen zu haben.
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